Unsere Partnerstädte

Dives-sur-Mer     Montebelluna     Mateszalka

Geschichte

Eine Begegnung voller Harmonie

war das Treffen mit unseren Freunden aus Dives-sur-Mer über das Himmelfahrt-Wochenende 2012 in Oberkochen.

In diesem Jahr fand die Begegnung wieder in Oberkochen statt, nachdem wir im vergangenen in Dives-sur-Mer zu Gast gewesen sind. Eine Bereicherung dieser Treffen ist es auch, dass nicht nur die Partnerschaftsvereine zusammenkommen, sondern dass sich die Vereine beider Städte kennenlernen.

So stand der Chorgesang im Mittelpunkt der Begegnung. Aus Dives-sur-Mer war Chor „Cantabile“ angereist, um sich musikalisch mit unserem Sängerbund zu messen, was am Samstag beim Partnerschaftsabend über die Bühne ging!

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Unsere Gäste trafen am Donnerstagmorgen nach einer langen Busfahrt am Rathaus ein und wurden von den Gastgebern in Empfang genommen. Nach der Quartierverteilung, Ausruhen, Frühstück und Mittagessen begann das Programm mit dem Besuch der Feilenschleiferei in Königsbronn. Das Gebäude in der Brenzstraße wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, und diente als Drahtzieherei. Es wurde 1902 durch die Königlichen Hüttenwerke und 2009 durch den Kulturverein erworben mit dem Ziel, ein Museum der Königsbronner Industriegeschichte einzurichten.

Es befindet sich zwar noch in der Aufbauphase, aber das, was uns Herr Ulrich Knöller und Herr Jean-Claude Marcel gezeigt haben, war sehr vielversprechend und machte Lust auf mehr, was ab der offiziellen Eröffnung am 6. Juli 2012 möglich ist. Dass Herr Marcel die Führung in französischer Sprache durchführte, war für unsere Gäste natürlich sehr beeindruckend.

Im Kannenmuseum in der Pfisterei im Königsbronner Klosterhof waren Kannen aus vielen Epochen zu bewundern und wir konnten uns einen Eindruck davon machen, in wie vielen Formen, Mustern und Farben die Künstler und Hafner seit vielen Jahrhunderten praktische Kannen für den Alltag entworfen und hergestellt haben. Frau Hug, die Initiatorin des Museums und eifrige Sammlerin, sowie Frau Rall brachten den Gästen nahe, wie die Kannen hergestellt wurden und konnten viele Einzelheiten zu den Gegenständen vermitteln. Eine anschließende Kaffee- und Kuchenpause in der Museumsschänke brachte die Gelegenheit, das Gesehene zu verdauen und ein Rundgang zum Brenz-Ursprung schloss sich an!

Der Besuch beim Gartenfest in der Scheerermühle war ein willkommener Anlass, die Spezialitäten vom Grill bei kühlen Getränken zu genießen.

Das Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall - Wackershofen war das Ziel der Fahrt am Freitag. Die Führung durch das weitläufige Gelände mit über sechzig Gebäuden vom Mittelalter bis in die 1950er Jahre, die von außen und innen zu besichtigen sind, boten einen interessanten Einblick in die Bauweise, mit der unsere Altvorderen die Gebäude erstellt haben. Alle Gebäude wurden in den Jahrzehnten seit 1979 aufwändig nach Wackershofen transportiert, oder wie die Fachleute sagen: „transloziert“. Dabei ging es darum, soviel originale Bausubstanz mitzunehmen und wieder zu verwenden wie nur möglich und so wenig wie nötig zu ergänzen oder zu erneuern. Beim Mittagessen gab es natürlich auch Braten vom Schwäbisch-Hällischen Schwein, der ganz vorzüglich schmeckte!

Der Besuch in der ehemaligen freien Reichsstadt Schwäbisch Hall „Am Kocher, Hall die löbliche Stadt, vom Saltzbrunn ihren Ursprung hatt“, bot uns die Gelegenheit, in der historischen Altstadt mit ihren schmalen Gassen, den Kocher überspannenden Holzbrücken und den schmucken Fachwerkhäusern, auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln. Vor dem barocken Rathaus und der romanisch-gotischen Kirche St. Michael wurde Rast gemacht. Die Gäste bewunderten die große Freitreppe, auf deren 53 Stufen seit 1925 jedes Jahr professionelles Freilichttheater inszeniert wird. Den Abend verbrachten unsere Freunde in den Familien.

Am Samstagvormittag stand eine Wanderung zum Schützenhaus auf dem Programm, wo ein Picknick vorbereitet war. Das reichhaltige Buffet, ein Platz an der Sonne, der Blick auf die jungen Blätter des Waldes und auf Oberkochen waren ein froher Beginn des Tages. Der Chor „Cantabile“ ließ es sich nicht nehmen, unter der Leitung seiner charmanten Dirigentin Mathilde Marodon einige Lieder zu singen, die im engen Dreißental ein laut hallendes Echo hervorriefen.

Beide Chöre trafen sich am Nachmittag im Musiksaal der Dreißentalschule noch zu Chorproben in Vorbereitung auf den Partnerschaftsabend, der in der Mühlenscheune stattfand. Zu diesem Abend wurden auch die Gastgeber als Dank für ihre Gastfreundschaft eingeladen. Die Damen und Herren des Mühlenvereins hatten die Tische schön eingedeckt, was einen sehr festlichen Eindruck machte.

Bürgermeister Peter Traub ergriff zunächst das Wort und begrüßte die Anwesenden sehr herzlich im Namen der Stadt Oberkochen. Ihm folgte die Vorsitzende des Verein für Städtepartnerschaften, Lilo Burger. Sie bedankte sich auch bei allen Gastgebern und betonte, wie bedeutend deren Gastfreundschaft für die Städtepartnerschaftlichen Begegnungen seien, denn ohne ihre tatkräftige Unterstützung wären solchen Treffen nicht realisierbar.

Der frühere Vorsitzende des SPVO und heutige Ehrenvorsitzende Harald Wollner hat seit vielen Jahren an einer Vereinschronik gearbeitet, die den Zeitraum seit der Vereinsgründung und dem Beginn der Städtepartnerschaft mit Dives-sur-Mer im Jahre 1984 bis zum Jahr 2009 umfasst. In den Jahren 1992 wurde die Partnerschaft mit Montebelluna und im Jahre 2008 mit Mátészalka begründet. Harald Wollner hat in der Chronik Fotos, Zeitungsberichte und andere Texte zusammengetragen und daraus ein Werk erstellt, das einen Überblick über all das bietet, was seit 1984 geschehen ist.

Herr Wollner stellte die Vereinschronik in deutscher und französischer Sprache vor. Das erste Exemplar überreichte er Herrn Bürgermeister Peter Traub und weitere Exemplare an die anwesenden Ehrengäste Ghislaine Hanse und Christian Bréard vom Comité de Jumelage, an Anne Marie Mouraret, die Gattin des Diver Bürgermeisters Pierre Mouraret, an die Chorleiterin Mathilde Marodon, an Philippe Tribouillard, den Vorsitzenden des Chores und an Margret Riede.

Nach der Geschenküberreichung durch die Diver und die Oberkochener begann das Chorkonzert, das vom Chor „Cantabile“ aus Dives-sur-Mer und vom Sängerbund gestaltet wurde. Es erklangen bekannte französische und deutsche Lieder. Zum Schluss sangen beide Chöre gemeinsam die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ sehr eindrucksvoll in deutscher Sprache!

Nach dem Abendessen spielte Hans Glatting auf dem Akkordeon und mit Gesang, Tanz und guter Unterhaltung endete der gemütliche Partnerschaftsabend zu später Stunde.

Am Sonntagmorgen traf man sich zur Verabschiedung am Rathaus und unter Winken machten sich unsere Freunde aus Dives-sur-Mer auf die lange Heimreise. Damit ging diese harmonische Begegnung mit unseren Freunden aus Dives-sur-Mer leider zu Ende.

Besten Dank den Gastgebern für ihre Gastfreundschaft, der Stadt Oberkochen für die großzügige Unterstützung, dem Mühlenverein für die Ausrichtung des Partnerschaftsabends, dem Sängerbund Oberkochen mit seiner Dirigentin Roswitha Maul für die Chorbeiträge, der Schützengilde Oberkochen und allen Aktiven, die zum guten Gelingen der partnerschaftlichen Begegnung beigetragen haben.

Unsere Diver Freunde haben bereits ihren Besuch zum Stadtfest angekündigt, zu dem wir auch Gäste aus Montebelluna und Mátészalka erwarten.